Wir begrüßen herzlich Bernhard Kühl als neuen Vorstand im Vorstandstrio der Senioren der Wirtschaft (SdW). Bernhard Kühl wurde auf der diesjährigen Mitgliederversammlung im Juni gewählt und tritt die Nachfolge von Erwin Tilemann an, der 16 Jahre als Vorstand tätig war. Wie auch sein Vorgänger gehört Bernhard Kühl dem Regionalteam Böblingen an.
Herr Kühl, lassen Sie uns kurz an Ihrer beruflichen Laufbahn teilhaben?
Bernhard Kühl: Ich durfte mehr als 35 Jahre in verantwortungsvollen kaufmännischen Führungspositionen in unterschiedlichen Branchen (Süßwarenindustrie, Elektro-, und Gebäudetechnik, Medizintechnik, Flachglasindustrie sowie Automobil-, und Bauindustrie) international aktiv sein. Zuletzt war ich 20 Jahre als kaufmännischer Geschäftsführer der Alfred Ritter GmbH & Co. KG (Ritter Sport) tätig. Dabei habe ich gelernt, dass nachhaltiger Unternehmenserfolg weit mehr ist als gute Zahlen: Er entsteht durch klare Strategien, verlässliche Führung und motivierte Mitarbeiter. Diese Erfahrungen möchte ich heute an Unternehmer und Gründer weitergeben.
Sie sind seit einem Jahr als Berater bei den Wirtschaftssenioren engagiert. Wie wurden Sie auf den Verein aufmerksam?
Nach meinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben war für mich schnell klar, dass ich mein Wissen nicht einfach in den Ruhestand schicken möchte. Zunächst war ich als Gastdozent für Existenzgründung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) tätig, und kam so in Kontakt mit dem Verein Senioren der Wirtschaft e.V. Ich war sofort begeistert von der Idee, Unternehmer und Gründer ehrenamtlich und unabhängig zu begleiten.
Welchen Antrieb haben Sie für Ihr ehrenamtliches Engagement als Berater bei den SdW?
Ich hatte das Glück, von vielen hervorragenden Menschen zu lernen. Heute empfinde ich es als Privileg, diese Erfahrungen weiterzugeben. Wenn ich dazu beitragen kann, dass ein Unternehmer bessere Entscheidungen trifft oder eine schwierige Situation erfolgreich meistert, ist das für mich ein großer persönlicher Erfolg und sinnstiftend. Mein persönlicher Leitsatz ist: Erfahrung ist dann am wertvollsten, wenn man sie teilt. Deshalb engagiere ich mich bei den Senioren der Wirtschaft.
Worauf legen Sie in der Zusammenarbeit mit Ihren Klienten bei den SdW Wert, was ist Ihnen wichtig?
Ich verstehe mich nicht als Besserwisser, sondern als Sparringspartner auf Augenhöhe. Gute Beratung beginnt mit Zuhören. Erst wenn ich Ziele, Sorgen und Beweggründe verstanden habe, können tragfähige Lösungen entstehen.
Gibt es Beratungsschwerpunkte bzw. -themen, die Sie besonders begeistern und Ihnen am Herzen liegen?
Geschäftsideen und Businesspläne analysieren, bewerten und auf Tragfähigkeit prüfen. Darüber hinaus Strategieentwicklung, Unternehmenssteuerung und Finanzen. Zahlen sind für mich kein Selbstzweck. Richtig interpretiert erzählen sie die Geschichte eines Unternehmens und zeigen Chancen ebenso wie Risiken auf.
Wenn Sie auf Ihr erstes Jahr als Berater zurückblicken, was ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?
Besonders beeindruckt hat mich das große Vertrauen, das Unternehmer und Gründer uns entgegenbringen. Diese Offenheit macht unsere Beratung so wertvoll. Gerade bei Existenzgründern ist mir bisher sehr positiv aufgefallen, wie dankbar diese sind, wenn man ihnen mit ihrer Geschäftsidee auf die Beine geholfen hat.
Was macht Ihnen bei Ihrer Arbeit für die SdW besonders viel Freude?
Mich begeistert, wenn aus einem ersten Gespräch Zuversicht entsteht. Zu erleben, wie Unternehmer und Gründer nach einer Beratung mit neuer Klarheit und Motivation ihren Weg gehen, ist für mich die schönste Bestätigung meines ehrenamtlichen Engagements.
Welche Themen möchten Sie als Vorstand vorantreiben?
Gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen möchte ich dazu beitragen, dass unser Verein auch in Zukunft attraktiv, leistungsfähig und gut aufgestellt bleibt. Dazu gehört, den Bekanntheitsgrad unseres Vereins in Baden-Württemberg und der südlichen Pfalz weiter zu erhöhen, mehr ehemalige Führungskräfte – insbesondere Frauen – für eine Mitarbeit zu gewinnen, die Zusammenarbeit mit Kommunen, Wirtschaftsförderungen, Banken, IHK und Handwerkskammer auszubauen und unsere digitale Kommunikation zu stärken.
Danke, für die kurze persönliche Vorstellungen. Wir wünschen Ihnen viel Freude und gutes Gelingen in der neuen Aufgabe!
Foto: Fotofabrik Stuttgart